Meniskusnaht/Meniskusrefixation

Reparieren eines gerissenen Meniskus.

Die arthroskopische Technik ist erfolgversprechend bei frischen Rissen des Meniskus und hat das Ziel, den Meniskus zu erhalten.

Allgemein

Ein intakter Meniskus ist der beste Schutz vor Arthrose.

Der Meniskus ist ein wichtiger Bestandteil des Kniegelenks und trägt zur Dämpfung von Stößen, zur Verbesserung der Gleiteigenschaften und zur Stabilität bei. Nach einem Riss des Meniskus wird überprüft, ob die Funktionen durch eine Meniskusnaht erhalten werden können. Es ist jedoch nicht immer möglich, einen Riss des Meniskus zu nähen, insbesondere bei Rissen, die durch Verschleiß entstanden sind, ist die Erfolgsaussicht geringer als bei frischen Rissen, die durch akute Verletzungen entstanden sind.

Eine Entscheidung, ob eine Meniskusnaht möglich und erfolgsversprechend ist, wird während einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) getroffen. Wenn eine Meniskusnaht möglich ist, kann sie in der Regel während derselben Gelenkspiegelung durchgeführt werden. Hierbei kann es gelegentlich erforderlich sein, zusätzliche Hautschnitte zum Durchführen der Nähte zu machen.

Infos Arthroskopie

Allgemein gesehen kann durch eine erfolgreiche Meniskusnaht im Vergleich zur Entfernung eines Teils des Meniskus das Risiko für die Entstehung einer Kniearthrose auf lange Sicht reduziert werden und das frühere Aktivitätsniveau häufig wieder erreicht werden.

Behandlung

Wie ist der Ablauf bei einer Operation.

Die Dauer der Behandlung für eine Meniskus-Operation variiert je nach der Lokalisation des Risses und der verwendeten Technik. Sie kann zwischen 60 und 120 Minuten dauern. Der Aufenthalt im Krankenhaus nach der Operation beträgt in der Regel 2-3 Tage. Die Operation kann in Allgemeinanästhesie oder Regionalanästhesie durchgeführt werden.

Die Meniskusnaht erfolgt mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie), bei der zwei kleine Schnitte (Schlüssellöcher) gemacht werden, einer für die Kamera und einer für das Arbeitsinstrument. Das Kniegelenk wird dann mit Wasser aufgefüllt. Je nachdem, wo und wie der Meniskus gerissen ist, werden unterschiedliche Techniken eingesetzt: die All-Inside-Technik, Outside-In oder Inside-Out-Naht. Am Ende des Eingriffs wird das Wasser aus dem Knie entfernt und die Hautschnitte mit Fäden genäht.

All-Inside-Technik

Die All-Inside-Technik ermöglicht es, die Meniskusnaht ohne zusätzlichen Hautschnitt durchzuführen, indem zwei Anker vor die Gelenkkapsel gesetzt werden und anschließend ein vorgelegter Knoten zugezogen wird. Anker und Fäden lösen sich in der Regel nicht auf.

Outside-In- und Inside-Out-Naht

Bei der Outside-In-Naht und der Inside-Out-Naht werden Nadeln von außen nach innen oder von innen nach außen durch die Haut gestochen, die Fäden der Meniskusnaht durchgezogen und anschließend vor der Gelenkkapsel verknotet. Hierfür kann gelegentlich ein zusätzlicher Hautschnitt erforderlich sein. Die verwendeten Fäden können auflösbar oder dauerhaft sein.

Nachbehandlung

Schmerztherapie, Thromboseprophylaxe und Rehabilitation.

Nach einer Meniskus-OP steht Schmerztherapie im Fokus und wird in der Regel durch Tabletten erreicht. Gehstützen und Thromboseprophylaxe sind erforderlich, um die Heilung des Meniskus zu unterstützen. Abhängig von der Art des Risses kann es auch erforderlich sein, die Beugung im Kniegelenk für einige Wochen einzuschränken. Wenn weitere Eingriffe durchgeführt wurden, muss die Nachbehandlung entsprechend angepasst werden. Die Rückkehr in den Alltag, Beruf und Sport hängt von der Art des Risses ab und erfordert Wiedererlangung von Kraft und Koordination. Training und Rückkehr zum Sport sind sportartspezifisch. Die Rückkehr ins Berufsleben hängt ebenfalls von der Tätigkeit ab, vornehmend sitzende Tätigkeiten können nach 2 Wochen wieder aufgenommen werden, körperlich belastende Tätigkeiten erfordern in der Regel eine längere Arbeitsunfähigkeit von bis zu 3 Monaten.

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