Meniskuswrapping

Meniskus­reparatur mittels Meniskus­wrapping

Eine neue Technik für komplizierte Meniskusriss oder als Ergänzung und Unterstützung zu einer Kreuzband-OP.

Allgemein

Eine Anwendung für scheinbar irreparable Menisken.

Der Meniskus ist ein wichtiger Teil des Kniegelenks, der für die Absorbierung von Bewegungsschocks, die Gewährleistung der Grundstabilität, die Verteilung der Lasten, die Schmierung des Kniegelenks und die Steuerung der neuromuskulären Funktion verantwortlich ist. Das Meniskuswrapping ist eine minimalinvasive Operation, die für Patienten ohne Extrakosten durchgeführt wird. Es bestehen keine Komplikationen oder allergischen Reaktionen auf die verwendete Membran und die Erfolgschance ist laut veröffentlichten Studien sehr gut.

Die neue operative Technik ermöglich bei Rissen den entstandenen Schaden nachhaltig zu reparieren. Diese Technik ist besonders vielversprechend bei Meniskusverletzungen, die in schlecht durchbluteten Bereichen des Körpers auftreten und daher schlechte Heilungschancen haben. Außerdem kann eine Kreuzband-OP durch das Meniskuswrapping gestärkt werden, um die Stabilität des betroffenen Knies zu verbessern. Diese zusätzliche Maßnahme wird empfohlen, um das hohe Belastungspotential des Kniegelenks nach einem Kreuzbandriss zu minimieren.

Behandlung

Operative Schritte beim Meniskus­wrapping.

Eine Meniskuswrapping-Operation dauert in der Regel 45-70 Minuten und wird unter Narkose durchgeführt. Die operativen Schritte zur Wiederherstellung des Meniskus beinhalten zunächst die arthroskopische Begutachtung der Rissform, die Anfrischung der Ruptur und die Entfernung von überschüssiger und bereits abgetrennter Meniskusstruktur. Danach wird der Riss genäht und eine spezielle Kollagenmembran wird platziert, um die Schädigung des Meniskus zu beheben. Anschließend wird der Meniskus mit der Membran durch mehrere Nähte fixiert und perfekt versorgt, um den gesamten Meniskus mit der Kollagenmembran zu umschließen. Es ist üblicherweise keine Drainage erforderlich, da dieser Eingriff in der Regel keine Blutungen im Gelenk verursacht. Auch kann die Operation ohne Blutsperre durchgeführt werden, um nicht die Knochenmarkflüssigkeit zu riskieren. Die verwendete Kollagen-Matrix besteht aus einem biologischen Material und baut sich innerhalb von 3 Monaten vollständig ab.

Nachbehandlung

Teilbelastung und Rehabilitation.

Nach einer Meniskuswrapping-Operation wird das Transplantat postoperativ durch Einschränkung der Beugung des Kniegelenks mit Hilfe einer Orthese für 6 Wochen geschützt. In den ersten 14 Tagen empfiehlt sich lediglich eine Teilbelastung des betroffenen Beins. Unterarmstützen beschränken die Belastung auf 20 kg für 6 Wochen. Beugung des Knies wird auf 60 Grad begrenzt in den ersten 4 Wochen, anschließend auf 90 Grad. Nach 6 Wochen kann das Gelenk mehr belastet werden. Abhängig von persönlichen Schmerzempfinden können Beugung und Belastung langsam gesteigert werden. Innerhalb von 3 Monaten sollte eine volle Belastung und Beugung erreicht werden.

PRP – Platelet Rich Plasma

Für eine bessere Heilung.

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